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Über
den Lötschenpass |
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GasterntalSeldenLötschenpassFerden
Als ältester Übergang zwischen Wallis und Bern zieht der
Lötschenpass noch heute viele Wanderer an. Die herrliche Aussicht
auf die Walliser Viertausender entlohnt Sie für den strengen
Aufstieg.
Landschaftlich grossartiger Gletscherpass. Herrlicher Blick von
der Passhöhe auf die Walliser Schneeriesen, vor allem auf Bietschhorn
und Mischabelgruppe. Der Abstieg erfolgt in das sonngebräunte,
blumengeschmückte Ferden mit seinen charaktervollen Holzhäusern.
-> Karte
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Rückreise: |
ab Ferden mit Bus, ab Goppenstein
mit Zug. |
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Variante: |
KanderstegChluseGasterntalSelden
2 Std. 30 Min.
Die Wanderung kann bereits in Kandersteg begonnen werden. Man folgt
der Kander via Bütschels bis zur Chluse. Diese eindrückliche
Schlucht stellt den Eingang zum sagenumworbenen Gasterntal dar, welches
anschliessend durchwandert wird. |
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Variante: |
LötschenpassSattlegiLauchernalp
1 Std. 45 Min.
Von der Passhöhe immer in östlicher Richtung durch herbe,
von kleinen Bergseelein durchsetzte Felslandschaft, granitene Blockhänge
und karge Schafweiden. Unterwegs herrliche Rundsicht. |
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Variante: |
KummenalpHockenalpLauchernalp
(Lötschentaler Höhenweg) 45 Min.
Angenehmer Höhenweg mit prächtiger Aussicht. Erspart den
steilen Abstieg nach Ferden. Rückreise ab Lauchernalp mit Seilbahn,
ab Wiler/Seilbahn-Talstation mit Bus, ab Goppenstein mit Zug. |
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Verpflegungsmöglichkeiten
unterwegs : |
· Berghotel Waldhaus,
Tel. +41 33 675 12 73
· Berghotel Gasterntal-Selden, Tel. +41 33 675 11 63
· Berghotel Steinbock, Tel. +41 33 675 11 62
· Berghaus Gfelalp, Tel. +41 33 675 11 61
· Lötschenpasshütte,
Tel. +41 27 939 19 81
· Hotel Kummenalp, Tel. +41 27 939 12 80 |
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Detaillierter Routenbeschrieb
Von den gastlichen Häusern von Gasterntal - Selden über
die Kander und in vielen Kehren hinauf auf die Gfelalp. Über
Weiden steigt der Weg nach Schönbüel, schwenkt unter dem
Gletscherabbruch westwärts ab und zieht sich erneut zur Balme
empor. Grossartiger Blick ostwärts über den Kanderfirn zur
Jungfrau.
Den Lötschengletscher (gefahrenlos mit Wanderschuhen zu begehen)
quert man oberhalb des Abbruchs. Weiss-rot-weisse Farbzeichen und
Stangen weisen die Richtung zur Seitenmoräne, über die nun
ein deutliches Weglein verläuft. Auch über die nun zu ersteigende
Felsnase folgt man den Farbzeichen. Das Steilste ist geschafft und
die breite Senke des Lötschenpasses erreicht.
Über felsige Flächen den Stierstutz hinunter zu der prächtig
gelegenen Kummenalp mit Berggasthaus. 700 m geht es nun rechts
des Färdanbachs durch Wald hinunter nach Ferden im Lötschental.
Der Lötschenpass
Dieser älteste Gletscherpass der Berner Alpen ist ein uralter
Völkerweg. Der Fund römischer Münzen erweist seine
frühe Benützung. Vor dem Ausbau des Gemmiweges war er die
wichtigste Verbindung ins Oberwallis. 1352 wird ein Holzkreuz auf
der Passhöhe erwähnt. 1384 und 1419 war der Pass Schauplatz
von Fehden zwischen Bernern und Wallisern.
Als Handelsweg genoss der Lötschenpass eher zweideutigen Ruhm.
In einem Bericht über die Begehbarkeit der Alpenpässe aus
dem Jahre 1652 wird festgehalten: "Vom Kanderstäg sind zwen
Päss über die Bergen ins Wallis zu gehen. Der eine über
die Gemmi, der andere durch das Gasternthal über den Lötschenberg.
Diss Passes halb über den Lötschenberg ist Bericht, dass
im Sommer er wegen vielen tieffen Schründen im Berg keineswegs
zu gebruchen ist; im Winter aber wol, wyll selbige Schründ mit
Schnee verfüllt werdend, und der Schnee also gefrürt, dass
die Italiander mit Vych hinüber kommen können."
1698 baute man auf der Bernerseite einen Saumweg zur Passhöhe,
die Grafenriedsche Strasse. Die Walliser sahen davon ab, den Weg auf
ihrer Seite fortzuführen, weil sie fürchteten, den Bernern
damit einen bequemen Einfallsweg zu offerieren. Das bernische Wegstück
zerfiel rasch wieder. Reste der damaligen Stützmauern wurden
in den 1992 eröffneten "Römerweg" integriert.
Eine Leistung von 700 Manntagen war nötig, um diesen, den Gletscher
meidenden Pfad, neu zu erstellen. Wegen starken Einwirkungen der Natur
(Steinschläge) wird der Römerweg nicht mehr unterhalten.
Die Begehung erfolgt auf eigenes Risiko.
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