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Über
den alten Gemmiweg |
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Total Marschzeit 6 Std. 50 Min.
Meistbegangene Passroute vom Berner Oberland ins Wallis. Vom jähen
Abstieg von der Gemmipasshöhe nach Leukerbad abgesehen, sehr
angenehme, leichte Wanderung. Besonders beeindruckend ist sie wegen
der hochalpinen Szenerie, der imposanten Fernsicht auf die Walliser
Alpen un dem einmaligen Tiefblick von der Gemmipasshöhe aus.
Ein Bad in einer der warmen Quellen Leukerbads lässt alle Müdigkeit
schwinden.
-> Karte
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Rückreise: |
ab Leukerbad mit Bus, umsteigen
in Leuk auf den Zug. Via Brig retour nach Kandersteg. |
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Variante 1: |
EggenschwandSunnbüel
mit der Luftseilbahn. Zeitersparnis 2 Std. 15 Min. |
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Variante 2: |
Eggenschwand - Sunnbüel
mit Luftseilbahn, GemmispasshöheLeukerbad mit Luftseilbahn.
Zeitersparnis 3 Std. 45 Min. |
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Verpflegungsmöglichkeiten
unterwegs : |
· Restaurant Sunnbüel,
Tel. + 41 33 675 13 34
· Berghotel Schwarenbach, Tel. +41 33 675 12 72
· Berghotel Wildstrubel, Tel. +41 27 470 12 01 |
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Detaillierter Routenbeschrieb
Vom Bahnhof Kandersteg dorfseitig dem Bahndamm entlang. Nach 5 Minuten
wechselt das Teersträsschen auf die andere Seite der Bahn. Wieder
an die Kander gelangt, wandert man auf schönem Spazierweg weiter,
der zwischen Ufer und Waldsaum verläuft. Am Pfadfinderzentrum
vorbei zur Chäsmilchbrücke und nun auf dem Trottoir nach
Eggeschwand und zur Talstation der Sunnbüelbahn. Hier
trennt sich die Variante 1.
Von Eggeschwand erst auf der Strasse, dann auf dem breiten Gemmiweg
durch die Walliskehren zum Stock hinauf und nur leicht ansteigend
in die weite Spittelmatte, wo die Variante wieder auf die Hauptroute
trifft. Bei den letzten Lärchen, wenig oberhalb der Kantonsgrenze
Bern - Wallis, beginnt der Weg anzusteigen, um über eine Talstufe
das Hotel Schwarenbach zu erreichen, das auf ein 1742 erbautes
Unterkunftshaus zurückgeht. In angenehmer Steigung durch das
Hochtälchen hinauf und etwas steiler über den Seestutz zum
Daubensee. Vom See-Ende nur noch kurz durch den Blockhang aufwärts
zum Hotel auf der Gemmipasshöhe. Ganz unvermittelt hat
man den grossartigen Kranz der Walliserriesen von der Mischabel über
Weisshorn, Zinalrothorn, Matterhorn und Dent Blanche bis zum Mont
Collon vor sich. Vom etwas erhöht liegenden Hotel (Nähe
Luftseilbahn-Bergstation) geniesst man einen ungemein packenden Tiefblick
auf Leukerbad.
Der Abstieg über die jäh abfallende Gemmiwand ist kurzweilig
und führt in vielen engen Kehren steil hinunter in den vielbesuchten
Kurort Leukerbad.
Die Gemmi
Die Gemmi ist ein sehr alter Passweg und soll schon in der Bronzezeit
begangen worden sein. Der ursprüngliche Name "Curmilz"
wird vom lateinischen "culmen" = Gipfel, Höhe hergeleitet.
Aus alten Reiseschilderungen vernehmen wir , dass die Gemmi als schrecklich
und gefährlich galt und nur dem Trägerverkehr diente, der
teilweise über Leitern ging. Sebastian Münzer, der um 1540
herum eine Reise über den Pass wagte, schrieb, dass ihm Herz
und Beine zitterten, als er von Leukerbad auf den Berg stieg. Im jahre
1677 gab es schon eine Transportordnung über die Gemmi, in der
festgehalten wurde: 'Wenn ein Herr oder Frau, Manns- oder Weibsperson
sich über die Gemmi ins Leukerbad begeben will und mehr als gewöhnlich
schwer ist, so soll man zwölf Mann nehmen, ist sie mittelmässig
schwer, zehn Mann oder acht, ist sie aber leicht, sechs oder vier
Mann. Diesen soll zur Belohnung gegeben werden 20 Batzen Brot und
ein halb Pfund Käs.' 1805 erzählt ein Reiseführer:
'Gelangt man an den fürchterlichen Weg, so setzt sich der Reisende
mit dem Gesicht nach hinten gekehrt, lässt sich die Augen verbinden
und die Träger schreiten singend weiter.' Noch Ende des 19 Jahrhunderts
bedienten sich viele Touristen des Maultiers oder des Gemmiwägelchens
zur Reise über den Pass. Heute führt über die Gemmi
ein breiter Saumweg.
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