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Über
die Rote Chumme |
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SunnbüelRote ChummeEngstligenalp
Marschzeit 5 Std.
Klassische Bergwanderung über die weite Spittelmatte hinauf
zum Berghotel Schwarenbach und durch das stille Felsental der Roten
Chumme hinauf in den eindrücklichen Bergkessel des Tälli.
Zwischen Gletscher und Bergsee hinauf auf den steinwildreichen Engstligengrat
und über blumenreiche Alpen hinunter zu den gastlichen Berghäusern
auf der Engstligenalp. Bergwanderweg ab Schwarenbach. Bei Nebelwetter
ist von dieser Tour abzusehen, da im Tälli auf weite Strecken
kein Pfad zu erkennen ist.
-> Karte
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Rückreise: |
ab Engstligenalp mit Gondelbahn,
ab Unter dem Birg mit Bus, ab Adelboden mit Bus, ab Frutigen mit Zug
oder Bus. |
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Verpflegungsmöglichkeiten
unterwegs : |
· Restaurant Sunnbüel,
Tel. +41 33 675 13 34
· Berghotel Schwarenbach, Tel. +41 33 675 12 72
· Berghaus Bärtschi (Engstligenalp), Tel. +41 33 673 13
73
· Berghotel Engstligenalp, Tel. +41 33 673 22 91
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Detaillierter Routenbeschrieb
Detaillierter Routenbeschrieb von der Bergstation der Luftseilbahn
Kandersteg-Sunnbüel leicht abwärts in die weite Spittelmatte.
Hier trifft man auf den breiten Gemmiweg und folgt diesem leicht ansteigend
taleinwärts. Rechts die helle Fluhreihe des Üschenegrates,
linker Hand das Gletschertal, das zwischen Altels und Rinderhorn zum
Schwarzgletscher und zum Zackengrat steigt, über den die Normalroute
zum Balmhorn führt. Nicht verfehlen sollte man den kleinen Umweg
an den Alphütten vorüber zu den beiden hübschen Arvenseelein
im mit Lärchen durchmischten Arvenwald.
Bald passiert man die Kantonsgrenze Bern-Wallis und beginnt stärker
anzusteigen, um über eine Talstufe das Hotel Schwarenbach
zu erreichen, das auf ein 1742 erbautes Berghaus zurückgeht.
Bei der markanten Linkskurve des Gemmiweges steigt ein Pfad steil
rechts hinauf unter ein horizontal verlaufendes Felsband. Diesem folgt
man nun während längerer Zeit bei sanfter Steigung. Oberhalb
des Nordendes des Daubensees dreht der Pfad plötzlich bergwärts
in das enge Felsental der Roten Chumme ab. Stark steigend gewinnt
man rasch an Höhe. Beruhigend wirkt das Bimmeln der Schafherden,
die hier ihr karges Gras suchen. Ab und zu jagt ein Kolkrabe oder
gar ein Adler einer schwärzlichen Viper nach, die sich auf einer
heissen Felsplatte sonnt.
Die Grathöhe zwischen Rotem Totz und Felsenhorn erreicht man
etwas nördlich Pt. 2628. Über Felsenbuckel und Geröll
geht es meist weglos kurz abwärts an den Rand des Tälligletschers.
Dieser ist stark mit Schutt zugedeckt. Kaum ahnt man, dass man sich
schon auf Eis befindet. Die Unterlage ist zwar glatt und tückisch,
von Gletscherspalten droht jedoch keine Gefahr. Recht gemächlich
steigt man nun zum Sattel am Engstligengrat zwischen Tierhörnli
und Chindbettihorn auf. Umfassnd ist hier oben die Sicht: Rückwärts
liegt in der Tiefe der kleine Tällisee. Den Gletscher überragen
Rinderhorn, Altels, Balmhorn, Doldenhörner, Blüemlisalp
und Jungfrau. Drüben im Wallis gleissen Fletschhorn und Weissmies.
Eindrücklich ist auch der Blick voraus: Den weiten Kessel der
Engstligenalp umrahmen Wildstrubel, Ammertengrat, Rotstock und Fitzer.
Rechts davon öffnet sich der grüne Talboden von Adelboden.
Dahinter reihen sich die vielen Gipfel der Niesenkette auf.
Auf gutem Weg steigt man nun steil ab zum 300 m tiefer liegenden Tossenseeli
und gelangt von hier aus über weiterhin stark abfallende Alpweiden
an den Rand der eindrücklichen Hochebene, zu den Hütten
von Märbenen. Hier wächst ein zartes Futterpflänzchen,
die "Märbena" (Plantago alpina L.), auch Adelgras genannt,
das dem Ort den Namen gegeben hat. Über den weiten Alpboden der
Engstligenalp gelangt man zu den gastlichen Berghäusern
und zur Bergstation der Luftseilbahn.
Die Engstligenalp
Einst mag wohl hier ein See seine Wellen gekräuselt haben. Heute
weiden etwa 400 Stück Vieh das würzige Gras auf der Ebene
und an den Abhängen ringsum. Die ganze Alp soll früher bewaldet
gewesen sein. Walliser sollen, im Zorn über einen missglückten
Einfall nach Adelboden, auf dem Rückzug Hütten und Wald
verbrannt haben. Bis 1904 war der Weg durch die Fluh hinauf nur für
mutige Berggänger begehbar. Die weite Alp wurde als Pferdeweide
benutzt. Die "Landgrichter-Bauern" trieben ihre Jungpfeder
dem Lohner entlang auf die hintere Engstligenalp hinauf. Im altten,
gemauerten Stafel beim grossen Stein hauste der Schäfer, der
an den Berghängen ringsum seine Herden hütete und auch etwa
Bericht ins Tal gab, wenn ein Pferd der Unbill der rauhen Alp erlegen
war. Durch die Luftseilbahn wurde die Engstligenalp der Welt erschlossen.
Sie ist heute, besonders im Frühjahr, als Skigebiet weithin bekannt
und geschätzt.
Wer den Abstieg von der Engstligenalp zu Fuss der mühelosen Talfahrt
mit der Luftseilbahn vorziet, wird mit einem einzigartigen Naturschauspiel
belohnt: Bei den Gasthäusern wird westwärts abgezweigt.
Nach Überschreiten der Engstlige gelangt man über das Chumi
direkt zum oberen Engstligenfall hinunter. Auf sicherem Steg setzt
man über den Bach und fühlt dabei den feinen Wasserstaub
des stiebenden Falles. Vom Laufboden fesselt dessen urgewaltige Pracht
erneut. Vielleicht erspäht man zugleich am Westhang des Lohners
das Steinwild der Steinbock-Kolonie. Nun führt der Weg, teilweise
in den Felsen eingesprengt und mit Drahtseilgeländern gesichert,
über Wildheuhänge und durch Lärchenwald zwischen den
Flühen hinunter in den Talboden.
Die herrlichen Engstligenfälle, das steinige Chäli und die
weite Engstligenalp stehen unter Naturschutz.
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