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Erlebnis Kandersteg - Rundwanderwege im Dorf

Wir laden Sie zu einer Entdeckungsreise nach Kandersteg ein. Lernen Sie die Besonderheiten in der Dorfebene aufgrund von 3 Themenwegen kennen. Die entsprechende Broschüre - erschienen Ende 2013 - ist im Info Center erhältlich. Ausserdem gibt es den Text auch in Englisch. Unterlagen für parallele Kinderprogramme liegen ebenfalls vor.

Broschüre

Kinderprogramm (PDF als Download)

Informationen

Das Gemeindewappen von Kandersteg zeigt den Frutigadler und den "Steg" (Brücke), der über die Kander führt. Heute findet sich im Gemeindebann eine Vielzahl verschiedener Brückentypen. Es ist bereits ein Erlebnis, all diese bewusst zu betrachten.
Die Flussbezeichnung, einst "candara", ist keltischen Ursprungs und bedeutet "weiss" (lateinisch "candidus"). Der Ortsname geht auf einen alten Übergang über die Kander zurück, welcher zum Gemmi- und zum Lötschenpass führte. Diese Pässe ermöglichten bereits den Römern die Alpenüberquerung vom Wallis ins Berner Oberland. 1252 tritt zum ersten Mal das Wort Gemmipass in Erscheinung. Vom Handelsverkehr über die Gemmi zeugt das Zollhaus im Schwarenbach.
Die früheste namentliche Erwähnung findet Kandersteg 1374 als Übernachtungsgelegenheit an der von Italien über den Lötschenpass kommenden Gewürzhandelsroute. Am Lötschengletscher wurde übrigens im Jahre 1785 der letzte Bär der Region erlegt.
1764 wohnten im heutigen Ortsbereich in weiter Streusiedlung rund 200 Personen. Kandersteg gehörte bis 1850 zur Gemeinde Frutigen und bildete danach mit Kandergrund die Gemeinde Kandergrund.
1904/05 galt als die erste offizielle Wintersaison. 1909 wurde Kandersteg ein eigenständiger Ort. Das ursprüngliche Gemeindegebiet Kandergrund von rund 16'600 ha wurde aufgeteilt. Etwa 3'200 ha gingen an Kandergrund und ungefähr 13'400 ha erhielt Kandersteg.
Der Bahnbetrieb förderte den Tourismus nachhaltig. Viele der gegenwärtigen Hotels und Restaurants wurden während der Bauphase der Bahn errichtet. Bedeutsame Erstbesteigungen fanden jedoch schon früher statt: Blüemlisalphorn 1860, Doldenhorn 1862, Balmhorn 1864, Fründenhorn 1871.
Kandersteg ist heute dank seinem 350 km langen Wandernetz, aber auch wegen seiner ausgezeichneten Loipen sehr bekannt. Auf die botanische Vielfalt mit zahlreichen geschützten Pflanzen in weiten Teilen der Gemeinde sei an dieser Stelle hingewiesen. So kommen hier über 30 Orchideenarten vor. Dass die Region Kandersteg zu den eindrücklichsten Landschaften der Schweiz gehört, belegt die Tatsache, dass ein schöner Teil des Gemeindebanns im UNESCO-Welterbe "Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch" integriert ist.
Die im Jahre 1903 gegründete Licht- und Wasserwerk AG Kandersteg versorgt als lokal verankertes, kundennahes Unternehmen den Ort rund um die Uhr mit elektrischer Energie und Wasser. Aus eigenen Ressourcen werden über 80% des Strom- und 100% des Trinkwasserbedarfs gedeckt.