Der alte Gemmiweg


Vom jähen Abstieg von der Gemmipasshöhe nach Leukerbad abgesehen, ist die Wanderung sehr angenehm & leicht. Besonders beeindruckend ist sie wegen der hochalpinen Szenerie, der imposanten Fernsicht auf die Walliser Alpen und dem einmaligen Tiefblick von der Gemmipasshöhe aus. Ein Bad in einer der warmen Quellen Leukerbads lässt alle Müdigkeit schwinden.


Variante 1:
Eggenschwand — Sunnbüel mit der Luftseilbahn. Zeitersparnis 2 Std. 15 Min.

Variante 2:
Eggenschwand - Sunnbüel mit Luftseilbahn,Gemmispasshöhe—Leukerbad mit Luftseilbahn. Zeitersparnis 3 Std. 45 Min.

Bergbahnen
»Luftseilbahn Sunnbüel
»Gemmi

Detaillierter Routenbeschrieb

Vom Bahnhof Kandersteg dorfseitig dem Bahndamm entlang. Nach 5 Minuten wechselt das Teersträsschen auf die andere Seite der Bahn. Wieder an die Kander gelangt, wandert man auf schönem Spazierweg weiter, der zwischen Ufer und Waldsaum verläuft. Am Pfadfinderzentrum vorbei zur Chäsmilchbrücke und nun auf dem Trottoir nach Eggeschwand und zur Talstation der Sunnbüelbahn. Hier trennt sich die Variante 1. Von Eggeschwand erst auf der Strasse, dann auf dem breiten Gemmiweg durch die Walliskehren zum Stock hinauf und nur leicht ansteigend in die weite Spittelmatte, wo die Variante wieder auf die Hauptroute trifft. Bei den letzten Lärchen, wenig oberhalb der Kantonsgrenze Bern - Wallis, beginnt der Weg anzusteigen, um über eine Talstufe das Hotel Schwarenbach zu erreichen, das auf ein 1742 erbautes Unterkunftshaus zurückgeht. In angenehmer Steigung durch das Hochtälchen hinauf und etwas steiler über den Seestutz zum Daubensee. Vom See-Ende nur noch kurz durch den Blockhang aufwärts zum Hotel auf der Gemmipasshöhe. Ganz unvermittelt hat man den grossartigen Kranz der Walliserriesen von der Mischabel über Weisshorn, Zinalrothorn, Matterhorn und Dent Blanche bis zum Mont Collon vor sich. Vom etwas erhöht liegenden Hotel (Nähe Luftseilbahn-Bergstation) geniesst man einen ungemein packenden Tiefblick auf Leukerbad. Der Abstieg über die jäh abfallende Gemmiwand ist kurzweilig und führt in vielen engen Kehren steil hinunter in den vielbesuchten Kurort Leukerbad.

Gemmi - die Geschichte

Die Gemmi Die Gemmi ist ein sehr alter Passweg und soll schon in der Bronzezeit begangen worden sein. Der ursprüngliche Name "Curmilz" wird vom lateinischen "culmen" = Gipfel, Höhe hergeleitet. Aus alten Reiseschilderungen vernehmen wir , dass die Gemmi als schrecklich und gefährlich galt und nur dem Trägerverkehr diente, der teilweise über Leitern ging. Sebastian Münzer, der um 1540 herum eine Reise über den Pass wagte, schrieb, dass ihm Herz und Beine zitterten, als er von Leukerbad auf den Berg stieg. Im jahre 1677 gab es schon eine Transportordnung über die Gemmi, in der festgehalten wurde: 'Wenn ein Herr oder Frau, Manns- oder Weibsperson sich über die Gemmi ins Leukerbad begeben will und mehr als gewöhnlich schwer ist, so soll man zwölf Mann nehmen, ist sie mittelmässig schwer, zehn Mann oder acht, ist sie aber leicht, sechs oder vier Mann. Diesen soll zur Belohnung gegeben werden 20 Batzen Brot und ein halb Pfund Käs.' 1805 erzählt ein Reiseführer: 'Gelangt man an den fürchterlichen Weg, so setzt sich der Reisende mit dem Gesicht nach hinten gekehrt, lässt sich die Augen verbinden und die Träger schreiten singend weiter.' Noch Ende des 19 Jahrhunderts bedienten sich viele Touristen des Maultiers oder des Gemmiwägelchens zur Reise über den Pass. Heute führt über die Gemmi ein breiter Saumweg.

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Verpflegung unterwegs

Restaurant Sunnbüel

Tel. +41 33 675 13 34
Berghotel Schwarenbach
Tel. +41 33 675 12 72
Berghotel Wildstrubel
Tel. +41 27 470 12 01


Profil Gemmipass
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